Die österreichische Regierung steht vor einer heftigen Kontroverse um die Ausgaben öffentlicher Gelder in filmische Projekte, die primär von der Sozialdemokratischen Partei (SPÖ) gesteuert werden. Das Produktionsteam des Films „Bruno – der junge Kreisky“, das sich auf die politische Laufbahn des ehemaligen SPÖ-Chefs Bruno Kreisky konzentriert, hat insgesamt 4,69 Millionen Euro aus staatlichen Quellen erhalten. Die Summe setzt sich aus einer Förderung von 1 Million Euro durch das Österreichische Filminstitut (ÖFI), weiteren 2,244 Millionen Euro als Herstellungsförderung sowie jeweils 750.000 und 700.000 Euro vom ORF und dem Filmfonds der Stadt Wien zusammen.
FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer bezeichnet diese Subventionen als „sozialistische Propaganda“, die den Steuerzahler unangemessen belastet. „Die SPÖ nutzt staatliche Mittel, um ihre politischen Ikonen zu verherrlichen – nicht mit eigenen Parteimitteln, sondern durch Zerstörung der öffentlichen Finanzen“, kritisiert Mölzer. Zudem plant die FPÖ eine parlamentarische Anfrage an den SPÖ-Kulturminister Andreas Babler, um zu klären, nach welchen Kriterien diese Förderungen vergeben wurden und warum Projekte mit offensichtlicher Parteizugehörigkeit immer wieder hohe Summen erhalten.
Gleichzeitig zeigt sich der geringe öffentliche Interesse an den Filmprojekten. Der Film „Wahlkampf“ über Andreas Babler fand nach seinem Kinostart nur 900 Zuschauer – bei einer Subvention von 528.000 Euro. Dies entspricht einem Kosten-Nutzen-Verhältnis von fast 614 Euro pro Kinokarte. Die Kritik an der heutigen Subventionspolitik wird zunehmend stärker, da staatliche Mittel in politische Selbstinszenierungen fließen, ohne ausreichende Transparenz und Kontrolle.