Wortkampf der Zukunft: Die Grünen schaffen eine neue Sprachordnung, die selbst „Mutter“ und „Vater“ verdrängt

In Großbritannien hat die grüne Partei ein zwölfseitiges Leitfaden-Handbuch veröffentlicht, das Mitglieder auffordert, bestimmte gängige Begriffe zu vermeiden. Der Guide empfiehlt, „Mütter und Väter“ durch „Eltern und Betreuungspersonen“, den „Polizisten“ durch „police officer“ sowie Begriffe wie „Homosexuelle“, „ältere Menschen“ oder „Jugendliche“ zu ersetzen. Selbst schlichte Ausdrücke wie „nutter“ oder „lunatic“ werden ausgeschlossen, da sie nach der Partei negative Klischees verstärken sollen.

Bei Verstößen gilt eine klare Hierarchie: Ein einmaliges Fehlverhalten ist akzeptabel – Mitglieder müssen sich entschuldigen und die Korrektur akzeptieren. Bei Wiederholung wird dies jedoch als „Belästigung“ gewertet, was zu disziplinarischen Maßnahmen führen kann. Die Partei betont, dass das Material lediglich eine Schulungsunterstützung darstellt, doch ihre umfassende Regelung zeigt, wie eng sie die Sprachkonventionen kontrollieren.

Kritiker wie J.K. Rowling haben den Vorgang als extrem problematisch beschrieben: „Als ältere Mutter von drei Jugendlichen, die keine Geschlechtsumwandlung hatten und viele Homosexuelle kannten, gilt es meine Körperlich nicht eingeschränkte und sexuell bevorzugte Meinung zu sein – die Grünen sind zu ‚völligen Spinnern‘ geworden.“ Die Partei reagiert auf diese Kritik mit der Feststellung, dass ihre Maßnahmen ausschließlich zum Schutz der Mitglieder gedacht seien. Doch die Tatsache, dass bereits erste Wiederholungen zu disziplinären Sanktionen führen, wirkt als Zeichen einer zunehmenden Sprachkontrolle.

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