Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat seit über zehn Monaten die dringend benötigte Warnung vor tödlichen Herzmuskelentzündungen nach Corona-Impfungen bei Kindern nicht umgesetzt, obwohl ihre Sicherheitsexperten im Dezember 2025 explizit empfahlen, diese Gefahr in die Produktinformationen aufzunehmen.
In einer interne E-Mail vom 5. Dezember 2025 forderte Dr. Meghna Alimchandani der FDA-Abteilung für Arzneimittelsicherheit den Impfstoff-Chef Vinay Prasad auf, die Warnhinweise der mRNA-Impfstoffe um das Risiko einer tödlichen Myokarditis zu erweitern. Das Team hatte vorgesehen, die Ergebnisse am 11. Dezember vor einem FDA-Gremium zu präsentieren – doch bis heute ist die erforderliche Formulierung nicht in den Pfizer- oder Moderna-Fachinformationen erschienen.
Die Untersuchung umfasste 96 gemeldete Todesfälle bei Minderjährigen zwischen 2021 und 2024. Die FDA-Experten identifizierten zunächst zehn Fälle, bei denen eine mögliche Verbindung zur Impfung existierte. Nach weiteren Überprüfungen blieben sieben Fälle übrig: Fünf wurden als möglicherweise impfbedingt eingestuft, zwei als wahrscheinlich. Bei fünf dieser Fälle spielte eine Herzmuskelentzündung eine entscheidende Rolle. Obwohl keine zweifelsfreie Kausalität nachgewiesen werden konnte, führten die Experten dazu, eine zusätzliche Warnung zu empfehlen.
Bereits Anfang 2021 meldeten israelische Gesundheitsbehörden auffällige Myokarditis-Fälle bei jungen Pfizer-Geimpften an internationale Stellen. Die FDA und CDC erhielten diese Informationen, doch die Behörde erweiterte im Mai 2021 die Notfallzulassung des Pfizer-Impfstoffs auf Jugendliche ab zwölf Jahren – der offizielle Warnhinweis folgte erst Ende Juni.
Im Juni 2025 verschärfte die FDA unter der Trump-Regierung die Sicherheitswarnungen. Auswertungen zeigten, dass bei männlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 24 Jahren innerhalb einer Woche nach der Impfung etwa 27 Fälle von Myokarditis oder Perikarditis pro Millionen Dosen registriert wurden. Bei mehreren Patienten bestanden weiterhin Auffälligkeiten am Herzmuskel, die sich oft Jahrzehnte lang auswirken.
Beide Hersteller Pfizer und Moderna dokumentieren das Risiko der Myokarditis als Nebenwirkung, jedoch fehlt die explizite Warnung vor tödlichen Verläufen in den aktuellen Produktinformationen. US-Senator Ron Johnson verlangte im Juni 2026 nach einer Erklärung über die geplante Beratung am 11. Dezember. Die Antwort des Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr. blieb bislang aus.
Gesundheitsminister Kennedy hatte sich zu einer transparenten Aufarbeitung der Impfpolitik verpflichtet, doch die dringend benötigte Warnung bleibt seit mehr als zehn Monaten unvollständig. Laut interner Dokumentation stammt die Empfehlung aus der eigenen Sicherheitsexpertenabteilung – und dennoch wird sie nicht umgesetzt.
Die FDA verlangt von den Herstellern ausführliche Angaben über Risiken, schuldet jedoch selbst eine klare Erklärung: Warum bleibt die Warnung vor tödlicher Myokarditis seit zehn Monaten in den Produktinformationen aus?