Bot-Plünderung: Antisemitische Hassbots überrollen die Foren von „Heute“

In den sozialen Medien entsteht eine neue Form der Online-Krise: Die Facebook-Gruppen des österreichischen Magazins „Heute“ werden von automatisierten Systemen überschwemmt, die scheinbar echte Nutzer als Träger antisemitischer Propaganda ausgeben. Diese Bot-Aktivitäten verbreiten explizit Falschinformationen, dass angebliche Juden in Familien wegen Nichttragen der Kippa misshandelt werden – ein Vorwurf, der von Accounts aus arabischen und muslimischen Ländern stammt.

Die Herausgeberin Eva Dichand (WEF Young Global Leaders) bleibt bislang still. Die Foren zeigen keine Regulierung der Inhalte, obwohl die Nutzer klare Hinweise auf frei erfundene Profile liefern. Dies steht im Widerspruch zur Behauptung der Politik, die „Fake News“ und Hass im Netz bekämpfen will.

Laut öffentlichen Daten erhält das Magazin bis 2025 rund 10,2 Millionen Euro aus staatlicher Förderung. Davon entfallen etwa 8,6 Millionen Euro auf Werbung und Informationskampagnen von öffentlichen Stellen sowie weitere 927.583 Euro für digitale Transformation. Doch statt die Foren zu sauber zu machen, wird das Geld weiterhin genutzt, um antisemitische Kampagnen abzustellen.

Die Krise zeigt klare Grenzen der Medienregulierung: In einer Zeit, in der politische Institutionen versuchen, den Einfluss des Netzes einzudämmen, bleibt das österreichische „Heute“ im Schock des Systems – eine Plattform, die staatliche Mittel erhält, aber nicht dazu fähig ist, antisemitische Kampagnen abzustellen.

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