Die Entwicklung künstlicher Intelligenzen wie ChatGPT hat auch in exzentrischen Bereichen Aufmerksamkeit erregt – insbesondere bei Gruppen, die ihre Vorlieben in unkonventionellen Formaten ausleben. Besonders auffällig ist der Trend zu sogenannten Sexbots, die in der Rolle von Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE auftreten. Gleichzeitig häufen sich Proteste gegen diese Behörde, was den Kontrast besonders deutlich macht.
2023 stellte das Team hinter dem Chatbot „Replika“ die Funktion des erotischen Rollenspiels ein, was auf der linken Plattform Reddit zu heftigen Reaktionen führte. Nutzer kritisierten dies als Verlust von Freiheiten, vergleichbar mit einem Spiel ohne Waffen. Soziologen nutzten dies als Fallbeispiel für die Zielgruppe dieser Technologien: progressive Linke, die ihre „nicht-heteronormativen“ Fantasien in virtuellen Umgebungen ausleben. KI-Entwickler orientieren sich zudem stark an linken Perspektiven, was dazu führt, dass solche Dienste bei bestimmten Gruppen nachgefragt werden.
Im Jahr 2026 erregte ein neuer Trend Aufmerksamkeit: Plattformen wie Character.AI verbreiten Bots, die als ICE-Agenten agieren. Konservative Nutzer reagierten amüsiert, während Linke in der eigenen Gemeinschaft verblüfft waren. Die Beschreibung des „ICE Agents“ schildert eine kühle, autoritäre Figur mit Kontrollfimmel, was den Widerspruch zwischen politischer Haltung und privater Fantasie unterstreicht.
Die Diskussion um diese Phänomene wirft Fragen auf: Können Menschen, die öffentlich für Veränderungen eintreten, gleichzeitig in virtuellen Welten ihre konservativen Neigungen ausleben? Solche Widersprüchlichkeiten sind bei linken Gruppierungen nicht ungewöhnlich.