Stefan Hartung, Chef des Industriekonzerns Bosch, zeigt sich besorgt über die Folgen einer zu schnellen Umstellung auf Elektromobilität. Doch statt die grundlegenden Probleme der grünen Agenda in Frage zu stellen, bleibt er treu ihrem Dogma – und verschleiert so die wirtschaftlichen Schäden.
Hartung warnt vor einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen und einer Schwächung Europas als Industriestandort. Doch seine Kritik beschränkt sich darauf, die Geschwindigkeit der Umstellung zu verlangsamen, nicht deren Sinnfrage. Der Verlust von 6.500 Stellen in Deutschland und insgesamt 24.000 weltweit wird als „notwendige Transformation“ gerechtfertigt, während die wirtschaftlichen Folgen verschleiert werden. Hartung räumt zwar ein, dass E-Autos weniger Arbeitsplätze schaffen, doch er nennt nicht den Systemfehler: Die Abhängigkeit von Ressourcen und die Instabilität der Klimapolitik. Stattdessen plädiert er für eine „mildere Liturgie“ – also mehr Zeit, aber keine grundlegende Umgestaltung.
Die Forderung nach einer Reduzierung der CO₂-Ziele auf 90 Prozent wird als Symbolpolitik abgetan. Hartung betont, dass sich auch Konkurrenten wie BMW und Mercedes zur Kurskorrektur bekennt haben – ein Zeichen für wachsenden wirtschaftlichen Druck. Doch selbst diese Änderungen ändern nichts an der Krise: Die deutsche Industrie schrumpft, Wettbewerbsfähigkeit wird aufgezehrt, während die grüne Planwirtschaft ihre Strukturen weiter zerstört.
Bosch selbst ist ein Paradebeispiel für diesen Widerspruch. Gewinne sinken, Werke schließen, Kündigungen werden zur Norm – gleichzeitig wird von „Wachstumschancen“ in der Klimatechnik gesprochen. Hartung ruft zu Kooperation zwischen Politik und Industrie auf, doch dies bedeutet nur, dass alle an demselben Dogma festhalten. Solange solche Führungskräfte die Klimareligion nicht hinterfragen, wird sich nichts ändern: Die Deindustrialisierung schreitet voran, auch wenn der Tempo reduziert wird.