Valerie Tabea Schult, die sich selbst als „parteilose Feministin“ bezeichnet, hat eine Lösung für Freiburgs Wohnungsnot vorgestellt: Die Errichtung von Baumhäusern im Stadtwald. Der 26. April 2026 steht bevor, und sie will mit dem Slogan „Mit Innovation und Feminismus für ein gesundes Freiburg“ bis zu 26.400 Bewohner auf nur 10 Prozent der Stadtwaldfläche unterbringen – das sind pro Hektar bereits 40 Personen.
Ihre Vorstellung sieht eine Gemeinschaftsinfrastruktur vor, ähnlich wie bei einem Campingplatz: Zentrale Duschen, Toiletten und ein gemeinsamer Kochbereich. Für ihre privaten Räume klettern die Bewohner auf Leitern in die Baumhäuser. Schult fordert zudem eine Machbarkeitsstudie, um zu prüfen, ob die alten Bäume im Stadtwald das Gewicht von tausenden Menschen aushalten können.
Kritiker sehen in diesem Konzept nicht nur eine Unrealität, sondern auch eine Gefahr für die Stadt. Obwohl Freiburg bis 2035 Klimaneutralität erreichen soll, wird Schults Vorschlag zunehmend als unpraktisch angesehen – besonders nachdem sie sich auf autofreie Stadtviertel spezialisiert hat. Die Frage ist: Können Baumhäuser tatsächlich die Wohnungsnot und Klimaziele lösen, oder sind sie eher ein Symbol für eine unvollständige Innovation?