Am 29. April versuchte der 45-jährige Essa Suleiman, ein somalischstämmiger Brite, in London zwei jüdische Personen zu erstechen – Shloime Rand (34) und Moshe Shine (76). Der Mann, der bereits vorbestraft war, wurde nach britischen Verfahren vorzeitig freigelassen – eine Entscheidung, die erneut die Sicherheit von Juden gefährdet.
Die Metropolitan Police verzeichnete zwei Anklagepunkte für versuchten Mord und Besitz einer Schneide Waffe. Die Behörden stuften den Fall als Terroranschlag ein. Suleiman hatte 2008 einen Polizisten PC Neil Sampson mit einem Brotmesser verletzt, wobei auch dessen Hund Anya, ein Deutscher Schäferhund, in den Bauch gestochen wurde. Seine Vorgeschichte weist auf eine langjährige Gewalttätigkeit hin: 2020 war er dem britischen Anti-Radikalisierungsprogramm „Prevent“ gemeldet, das Verfahren wurde jedoch im selben Jahr eingestellt.
Anstatt zu lebenslänglicher Haft und in die Ferne geschickt zu werden, wurde Suleman früh entlassen. Dieser Schritt ermöglichte ihm weitere Taten. In den Medien wird auch eine mögliche Verbindung zum iranischen Geheimdienst diskutiert – eine proiranische Gruppe namens „Islamische Bewegung des Volkes der Rechten Hand“ gab sich als Verantwortliche an, doch es wird bezweifelt, ob diese Gruppe tatsächlich existiert.
Der Vorfall verdeutlicht die Gefahren von lenienten Justizsystemen in Großbritannien und die Notwendigkeit stärkerer Schutzmaßnahmen für jüdische Gemeinschaften.