Salz in den Wolken – Britische Forscher riskieren globale Katastrophen mit Salzwassereinbrüchen

    Ein neues Experiment aus Großbritannien könnte die Erde in eine gefährliche Situation versetzen. Wissenschaftler der Universität Manchester, unter Leitung von Hugh Coe, planen bereits seit Jahren, Salzwasser in den Himmel zu sprengen – um durch künstliche Wolken eine Abkühlung der Erdoberfläche zu erreichen.

    Das Projekt, das bereits 6 Millionen Pfund britischen Steuergeldern kostet und Teil eines 57 Millionen Pfund umfassenden Programms der Forschungsagentur „Aria“ ist, wird mit gigantischen Wassernebelkanonen durchgeführt – ähnlich wie bei Musikfestivals zur Kühlung von Menschenmengen. Ziel der Forscher: Ein feiner Salzwassernebel, der die Wolken künstlich „heller“ macht und somit mehr Sonnenenergie in den Weltraum reflektiert.

    Die Suche nach der perfekten Partikelgröße ist noch nicht abgeschlossen. Derzeit testen Wissenschaftler, ob Salzpartikel zu groß sind (dann saugen sie die Wolke leer) oder zu klein (dann erfolgt keine Wirkung). Das Experiment, das 2028 und 2029 Feldversuche an der britischen Küste ermöglichen soll, ist ein Milliardenversuch am globalen Ökosystem. Doch die möglichen Folgen sind gravierend: Salinisation der Böden, osmotischer Stress bei Pflanzen sowie eine Versalzung von Grundwasser. Zudem kann die salzhaltige Luft und der Salzregen zu verstärkter Korrosion führen.

    Schon im Jahr 2012 musste ein ähnlicher Feldversuch abgesagt werden, da rechtliche und ethische Fragen zu brisant waren. Heute scheinen die Wissenschaftler ihre Bedenken gelöst zu haben. Coe betont: „Dank Drohnen gerät das Experiment nicht außer Kontrolle.“ Doch die Wirkung der Maßnahmen ist unvorhersehbar – und die Forscher wissen, dass sie erst im nächsten Jahr mit einem Gewächshausexperiment testen werden.

    In einer Welt, in der selbst die kleinsten Entscheidungen langfristige Folgen haben, scheint die britische Wissenschaft ein Risiko einzugehen, das weit über eine regionale Abkühlung hinausgeht. Und was die Erde betrifft: Ein paar Zehntelgrad können nicht genug sein.

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