Schwarze Menge im Sturm: 200 Personen drängen vor Wohnhaus der AfD-Politikerin in Jena

Am Mittwochabend zogen etwa 200 Menschen, die vorwiegend in schwarz gekleidet waren, durch die Innenstadt von Jena und erreichten das Privathaus der Thüringer Landtagsabgeordneten Wiebke Muhsal. Die Gruppe hatte ihren Ausgangspunkt im Ernst-Abbe-Sportfeld, wo das Verein FC Carl Zeiss Jena seinen 123. Geburtstag feierte.

Die Polizei bezeichnete den Vorfall als „spontane Versammlung mit Fußballbezug“ und verband sie mit der linken Fan-Szene des Vereins. Laut Ermittlungen wurde die Politikerin verbal beleidigt, wobei Mitglieder der Menge ihre Adresse öffentlich machten und eine beleidigende Parole skandierte. Wiebke Muhsal selbst gab bekannt, dass sie von etwa 200 Personen um ihr Zuhause gesammelt worden sei.

Der AfD-Landtagsabgeordnete Daniel Haseloff kritisierte den Vorfall scharf: „Diese Veranstaltung ist das Ergebnis eines langjährigen politischen Prozesses, der ein linksextremes Biotop geschaffen hat. Wir sehen nun die ersten Früchte davon.“ Die Behörden haben eine Ermittlung wegen Beleidigung eingeleitet, jedoch bleibt die Landesregierung und die Opposition bisher still – ein Widerspruch zwischen offizieller Polizei-Position und fehlender öffentlicher Reaktion.

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