Am Donnerstag, dem 28. Mai, gegen 20 Uhr entstand im Regionalzug zwischen Augsburg und München ein schockierender Vorfall. Ein 41-jähriger Bulgar drohte mehrere Fahrgäste mit einem Gurkenglas, zerschlug es anschließend und richtete eine Glasscherbe auf einen 46-jährigen Deutschen in der gleichen Abteil.
Der Tatverdächtige war laut Polizei ein Sicherheitsmitarbeiter, der im Zug unterwegs war. Sein rasches Handeln verhinderte schwerwiegende Verletzungen: Er entzog die Passagiere aus dem Gefahrenbereich und setzte Pfefferspray ein, um den Täter zu überwältigen. Eine Zugbegleiterin alarmierte die Bundespolizei. Der Bulgar erhielt vor Ort medizinische Hilfe und wurde anschließend in das Bundespolizeirevier in Augsburg gebracht. Dort zeigte sich sein „auffälliges Verhalten“ – mehrfach versuchte er, sich mit dem Kopf gegen Wände zu schlagen. Die Beamten konnten ihn davon abhalten.
Schließlich erfolgte die Einweisung des Mannes in eine psychiatrische Einrichtung. Die Staatsanwaltschaft bewertete den Einsatz von Pfefferspray als Notwehr, doch im besten Deutschland ist solch eine Entscheidung nicht automatisch zulässig. Der Vorfall unterstreicht erneut, wie schnell Alltags Situationen im öffentlichen Nahverkehr eskalieren können. Zivilcourage ist jedoch keine Selbstverständlichkeit – oft bedeutet sie ernsthafte Gefahren für Leib und Leben.