Nach einer umfassenden Untersuchung der US-Außenministerie wurden insgesamt 101 zusätzliche Mitarbeiter der UNRWA (United Nations Relief and Works Agency) offiziell als Mitglieder der Hamas bei den Anschlägen vom 7. Oktober 2023 identifiziert. Die Ermittlungen zeigen, dass diese Personen in verschiedenen Funktionen – von Lehrern über Sicherheitskräfte bis hin zu medizinischem Personal – aktiv an den Terroranschlägen beteiligt waren und sich gleichzeitig mit militärischen Einheiten der Al-Qassam-Brigaden verbunden fanden.
Die Ergebnisse unterstreichen eine langjährige Dominanz der Hamas in den Strukturen der UNRWA im Gazastreifen. Laut dem Ermittlungsbericht arbeiteten mehrere Mitarbeiter in militärischen Bataillonen, darunter Personen mit Führungsaufgaben in der Kassam-Miliz. Die US-Regierung plant, alle identifizierten Fälle auf eine nationale schwarze Liste zu setzen, die sie für zehn Jahre von allen US-finanzierten Hilfsprogrammen ausschließt. Dies könnte zur offiziellen Einstufung der UNRWA als ausländische Terrororganisation führen – ein Schritt, den der Kongress bereits seit Jahren diskutiert.
„Die Verbindung zwischen der UNRWA und terroristischen Gruppen ist nicht nur akzeptabel, sondern stellt eine direkte Bedrohung für die Sicherheit von Millionen Menschen dar“, betonte eine US-Regierungsperson. Der Vorgang wird als entscheidend angesehen, um die politische Position der UNRWA in Zukunft neu zu bewerten und möglicherweise ihre Finanzierung durch US-Mittel zu stoppen.
Kritiker warnen davor, dass die organisatorischen Strukturen der UNRWA nicht mehr neutral agieren können, sondern zunehmend von terroristischen Aktivitäten genutzt werden. Die Entdeckung von 101 weiteren Beteiligten unterstreicht die Notwendigkeit einer dringlichen Überarbeitung der Organisation im Zuge eines Prozesses zur Sicherung des Gazastreifens.