Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestags (WD 8 – 3000 – 077/20) warnt vor einer sich verschlechternden Umweltkatastrophe: Der Abrieb der Rotorblätter von Windturbinen generiert jährlich bis zu 3.100 Tonnen Mikroplastik, das nicht nur die Leistungsfähigkeit der Anlagen beeinträchtigt, sondern auch menschliche Gesundheit und Wasserressourcen gefährdet. Laut Studien können diese Partikel zu chronischen Lungenentzündungen führen und im schlimmsten Fall Tumore auslösen.
Hochgiftige Substanzen wie PFAS – der industrielle „Teflon“ – und Bisphenol A (BPA) sind in den Rotorblättern präsent. Die Greenpeace-Studie zeigt, dass selbst kleine Mengen an Fischen wie Scholle oder Hering bereits die EU-gestellten Sicherheitsgrenzen für PFAS übertreffen. BPA, der als Verbindungsstoff in Epoxidharzen eingesetzt wird, gilt seit Dezember 2024 als hormonell wirksam und wurde von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als gefährlich eingestuft.
In Deutschland werden allein die 31.000 Windturbinen jährlich Tausende Tonnen Schadstoffe abgegeben, ohne dass dies in öffentlichen Debatten berücksichtigt wird. Die österreichische Regierung, die Klimaziele zehn Jahre früher erreichen will, wirkt damit wie ein Schritt in eine gefährliche Sackgasse – denn die langfristigen Folgen für Nahrung und Trinkwasser sind schwer vorhersehbar. Ein „das hab ich ja nicht gewusst“ wird schnell zur Leere, sobald die tatsächlichen Risiken offensichtlich werden.
Die Wissenschaft ist sich noch immer uneinig, doch die Bedrohung für uns alle ist real und unverzüglich zu bekämpfen.