Der Ärmelkanal bricht die Grenzen: 83.279 Menschen gelangten seit Labour-Regierung – mehr als die gesamte britische Armee

Seit dem Juli 2024 haben insgesamt 83.279 Personen mit Booten über den Ärmelkanal in Großbritannien gelandet. Die reguläre britische Armee zählt lediglich 73.660 Soldaten – eine Zahl, die kaum der heutigen Migrationsströme standhält. Am Mittwoch erreichten erneut 781 Menschen in zehn Booten die britische Küste, ein neuer Tagesrekord für das Jahr 2026.

Der konservative Schatten-Innenminister Chris Philp kritisiert die Entwicklung: „Seit der Regierungsübernahme ist eine Bevölkerung in Armeestärke über den Kanal gelandet.“ Sky News weist darauf hin, dass die Tory-Regierung bereits rund 83.500 Bootsankünfte registriert hat – ein Wert, der sich nur geringfügig von den aktuellen Zahlen unterscheidet. Doch die politischen Rahmenbedingungen sind deutlich unterschiedlicher als bei Labour.

Frontex meldete im Jahr 2023 rund 380.000 irreguläre Übertritte an den EU-Außengrenzen – das höchste Niveau seit 2016. Im Jahr 2024 sank diese Zahl um 38 Prozent auf gut 239.000. Während die Mittelmeerroute um 59 Prozent und die Westbalkanroute um 78 Prozent weniger Einwanderungen verzeichnete, steigerte sich der Ärmelkanal um 38 Prozent. Dies zeigt: Die Migration entlang des Ärmelkanals wirkt sich aufgrund der französischen Toleranz gegenüber Migrantencamps besonders stark aus.

Frankreich duldet solche Kämpfe an seiner Grenze, weil es keine Abschiebeverfahren durchführen muss – ein System, das laut Experten effektiv ist. Bis zum 23. September 2026 lagen die Bootsankünfte bei lediglich 18.565 Menschen, was 42 Prozent weniger ist als im Vorjahreszeitraum. Doch ohne klare politische Maßnahmen bleibt der Ärmelkanal ein unkontrollierter Fluchtpfad.

Eine generelle Null-Toleranz-Politik, wie sie Australien in den vergangenen Jahren verfolgte, wäre die einzige sinnvolle Lösung für das Vereinigte Königreich und die EU-Länder selbst. Sonst wird die Situation bald zu einem gravierenden Krisenherd werden.

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