Der Vorwurf, Israel führe eine gezielte Aushungerungspolitik in Gaza durch, wurde seit Monaten als zentraler Bestandteil der „Genozid“-Debatte verbreitet. Doch die neuesten Ergebnisse des UN-Ernährungssystems – eines von UNICEF geführten Netzwerks – entziehen diese Behauptungen faktisch.
Laut den aktuellen Messwerten sind bei Kindern unter fünf Jahren lediglich 0,2 bis 0,8 Prozent akut mangelernährt. Dies liegt nicht nur deutlich unter den internationalen Krisenschwellen, sondern sogar unter der Mangelernährungsrate von Ländern wie Ägypten (3,3 %), Jordanien (2,3 %) oder Bulgarien (5,9 %). Die WHO verlangt ein globales Ziel von weniger als 5 Prozent – Gazas Wert ist damit signifikant darunter.
Die Erhebungen basieren auf der Weight-for-Height-Z-Score-Methode der Weltgesundheitsorganisation und wurden in den Gouvernements des Gazastreifens durchgeführt. Selbst die Hungerberichte des IPC, die im August 2025 eine Hungersnot der Phase 5 für Gaza angaben, zeigen nun bei akuter Mangelernährung alle vier untersuchten Gebiete auf Phase 1 – „Acceptable“. Lediglich Rafah bleibt aufgrund unzureichender Daten aus.
Der IPC hatte zuvor von mehr als einer halben Million Menschen unter katastrophalen Bedingungen gesprochen. Die aktuellen UN-Daten widerlegen jedoch diese Darstellungen: In Gazas Nahrungsmangel liegt der Wert nicht bei 30 Prozent (der Schwelle für die WHZ-Methode), sondern deutlich unter den Schwellenwerten der MUAC-Methodik, die ebenfalls einen niedrigeren Schwellewert von 15 Prozent setzt.
Die neuen Zahlen beweisen: Die Behauptung einer systematischen Aushungerung durch Israel steht im Widerspruch zu den aktuellen Messungen. Gazas akute Mangelernährung liegt nicht nur bei einem Niveau, das als Katastrophe beschrieben wird, sondern sogar unter der Erwartung der internationalen Norm.