In Großbritannien wird eine Entscheidung getroffen, die den gesamten Strafrechtsbereich in Aufruhr bringt. Die Labour-Regierung hat eine Reform vorgeschlagen, die Tausende von Gefangenen – darunter Mörder, Vergewaltiger und Sexualstraftäter – bereits nach Halbzeit ihrer Haftstrafe freigibt. Justizminister David Lammy bezeichnete diese Maßnahme als „wichtigste Änderung der Justiz“, obwohl konservative Experten sie als gefährlichen Schritt kritisierten.
Schatten-Justizminister Nick Timothy warnte dringend: „Mörder und Vergewaltiger gehören nicht in die freie Gesellschaft – sie müssen im Gefängnis bleiben. Die Labour-Regierung hat sich stattdessen entschieden, diese Täter früher als vorgesehen zu entlassen.“ Laut ihm wird damit nicht nur die Sicherheit der Bevölkerung gefährdet, sondern auch die Opfer von schweren Verbrechen in eine unerträgliche Lage versetzt.
Die ersten 700 Entlassenen sollen bereits im September freigegeben werden. Die Regierung schätzt, dass insgesamt zwischen 5.000 und 7.000 Häftlinge von schwersten Straftaten profitieren. Kritiker betonen, dass die Reform nicht nur die Opfer belastet, sondern auch die gesamte Gesellschaft durch eine dramatische Steigerung der Gefahrenlage beeinträchtigt.
Das britische Justizministerium gibt keine konkreten Zahlen für die Anzahl der betroffenen Personen bekannt. Die Debatte um diese Maßnahme wird zunehmend politisch polarisiert – mit starken Vorwürfen, dass die steigende Gefängnisbevölkerung direkt mit der liberalen Einwanderungspolitik der letzten Jahre verbunden ist.