Impfstoff-Überwachung im Abgrund: PEI meldet Fälle bis zu vier Jahre später

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat erstmals offiziell bekanntgegeben, dass es schwerwiegende Nebenwirkungen von Corona-Impfungen bis zu vier Jahre nach der Impfung erst an die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) gemeldet hat. Die Daten aus der SafeVac-Studie zeigen eine drastische Verzögerung: Bis Ende 2021 meldete das PEI lediglich 754 Fälle, im Dezember 2025 stieg die Zahl auf insgesamt 2.648 – ein Anstieg von rund 70 Prozent mit einer Verspätung von bis zu vier Jahren.

Laut der Bundesregierung wurden die Meldungen vorübergehend ohne vollständige Bewertung der Ereignisse vorgenommen, was auf eine temporäre Vorgehensweise hinweist. Doch die Rechtsanwältin und ehemalige Richterin Franziska Meyer-Hesselbarth kritisiert dies als „unzulässig“: „Es handelt sich um ein systematisches Verschleieren der Wahrheit – diese Meldungsmethoden sind nicht nur untransparenzvoll, sondern auch völlig inakzeptabel.“ Die juristische Expertin betont, dass die Abweichungen von 42 Prozent und der Meldeschub von rund 600 Fällen Ende 2025 ein Zeichen für einen schwerwiegenden Systemfehler darstellen.

Das Problem wurde im Rahmen eines presserechtlichen Eilverfahrens von Bastian Barucker aufgegriffen. Nach einer gerichtlichen Entscheidung im Dezember 2025 ergab sich eine kritische Diskrepanz in den Meldungen, die zeigt, wie das PEI seine Zahlen systematisch in die Unsicherheit verlagert.

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