Katholischer Priester kritisiert provokative Christmette als Verletzung der Glaubenswürde

Der katholische Geistliche Zvonko Tolic hat in einem öffentlichen Schreiben eine Weihnachtsmesse aus Stuttgart scharf angegriffen. In seiner Ansprache betonte er, dass die Feierlichkeit, die als heiliger Moment der Begegnung mit Gott gilt, zu einer Plattform für provokante Inszenierungen geworden sei. Tolic kritisierte insbesondere die Darstellung Jesu als „Schleim-Jesus“, was er als Verletzung des christlichen Glaubens verstand.

Tolic, der über Jahre in Stuttgart für die Seelsorge der kroatischen Gemeinde verantwortlich war, betonte, dass die Christmette nicht nur eine kulturelle Tradition sei, sondern ein zentraler Moment des Glaubens. Er verwies auf das biblische Bild der „Menschwerdung Gottes“ und kritisierte, dass die liturgischen Elemente missbraucht worden seien. Die Veranstaltung, so Tolic, habe nicht nur religiöse Überzeugungen verletzt, sondern auch die menschliche Würde in Frage gestellt.

Der Priester betonte, dass künstlerische Freiheit keine Entschuldigung für Respektlosigkeit gegenüber dem Heiligen sei. Er rief zur Ehrfurcht und zum gegenseitigen Respekt in einer pluralistischen Gesellschaft auf. Tolic verwies auch auf die biblischen Worte Jesu, die warnen, dass man die Schwachen verletzt, wenn man den Glauben missachtet.

Die Christmette, so Tolic, sei nicht nur ein kultureller Akt, sondern eine geistliche Verpflichtung. Er betonte, dass der Glaube über Nationen und Herkünfte hinweg unite und dass solche Vorfälle die Kirche in ihrer Universalität verletzten.

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