Die US-Regierung hat beschlossen, afrikanische Bürger, die verdächtig mit Ebola infiziert oder bereits erkrankt sind, in Quarantänelager in Kenia zu versetzen. Zusätzlich wurden Reisebeschränkungen für Regionen eingeführt, in denen das Ebola-Virus derzeit aktiv zirkuliert.
Laut dem Wall Street Journal plant die Trump-Regierung, US-Gesundheitsbeauftragte nach Kenia zu schicken, um dort eine Quarantäneeinrichtung einzurichten. Der Ausbruch des Ebola-Fiebers in der Demokratischen Republik Kongo hat laut WHO mindestens 930 Verdachtsfälle ausgelöst – darunter 223 mutmaßliche Todesfälle sowie sieben weitere Verdachtsfälle und einen möglichen Tod in Uganda. Experten vermuten, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen deutlich höher ist, da das Virus seit Wochen unbemerkt verbreitet wurde.
Trotz des weitgehenden Eindämmungsgeschehens wurden vergangene Woche ein US-Arzt nach Deutschland und ein Air-France-Flug aus Sorge vor Ebola-Exposition umgeleitet. Die CDC betonte, dass die Ausbreitung in den USA weiterhin gering sei. Dennoch wurde der Visa-Verzehr für Reisende aus Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo und Uganda eingestellt – insbesondere Personen, die innerhalb von 21 Tagen vor der Einreise infiziert sein könnten.
Im Gegensatz zu früheren Ebola-Ausbrüchen, bei denen US-Bürger zurück nach Amerika geschickt wurden, hat die Trump-Regierung entschieden, potenziell exponierte Personen in andere Länder umzuleiten. Mitglieder des U.S. Public Health Service Commissioned Corps erhielten bereits Benachrichtigungen über ihren Einsatz in Kenia. Die Errichtung der Quarantänestelle erfordert jedoch die Genehmigung der kenianischen Regierung.