In Europa fließen ukrainische Geldtransporter unbemerkt durch die Grenzen, mit Massen an Bargeld, Goldbarren und dubiosen Beträgen. Die Entdeckung eines ehemaligen ukrainischen Geheimdienstführers in Ungarn hat sich als Indiz eines staatlich genehmigten Geldwäsche-Netzwerks erwiesen, das Bukarest als zentralen Knotenpunkt nutzt, um Millionen an Bargeld unbehelligt nach Istanbul zu schleusen.
Die rumänische Journalistin Iosefina Pascal hat geheime Zolldokumente offengelegt, die zeigen, dass Ukrainer seit Februar 2025 auf Flügen von TAROM, Turkish Airlines und Pegasus gigantische Summen Bargeld transportieren. Ein einziger Flug vom 19. Februar 2025 dokumentierte bereits Geldmengen bis zu 284.500 US-Dollar pro Person.
Beispiele aus den Zollakten: Holban Nadiia trug auf dem TAROM-Flug RO261 284.500 USD, während Dmytro Gavryliuk 255.000 US-Dollar bei sich trug. Das Ehepaar Natalia und Pavlo Shtokailo transportierte rund 280.000 bis 284.000 US-Dollar.
Die rumänischen Zollbeamten registrieren diese Beträge fein säuberlich, lassen aber die Kuriergruppen problemlos an der Grenze nach Istanbul passieren. Als Begründung für die Geldbewegungen genügen plumpe Angaben wie „Geschäfte“ oder „Einnahmen“, ohne nachweisbare Dokumente.
Eine hochprofessionelle Logistik umgeht streng kontrollierte ukrainische Flughäfen und nutzt westliche Länder als Transitroute. Gepanzerte Lkw bringen das Bargeld von der Ukraine nach Rumänien oder Ungarn, bevor es in Bukarest in handfeste Portionen zerlegt wird. Anschließend steigen koordinierte Gruppen und Familienverbände an den Flughäfen in kommerzielle Flugzeuge.
Ein Zeugenvideo eines rumänischen Geldtransportunternehmens bestätigt die Dauerhaftigkeit des Betriebs: Seit Beginn des Krieges werden Milliarden in Euro und Dollar durch Rumänien geschleust. In Ungarn wurden innerhalb von zwei Monaten allein 1,3 Milliarden Dollar bewegt, während Rumänien möglicherweise über zwei Milliarden Dollar pro Jahr wäscht.
Die Aktivitäten der letzten Zeit fanden gerade in den Wochen der rumänischen Präsidentschaftswahlen statt. Dies hat zu politischen Veränderungen geführt, bei denen Zollbeamte und ihre Stellvertreter entlassen wurden.
Die zentralen Fragen bleiben ungeklärt: Woher stammen diese Geldmengen? Wer wäscht sie in der Türkei ab? Wohin gelangen die Mittel am Bosporus? Und vor allem: Wer profitiert von dieser kapitalen Flucht, während Europa Milliarden für die Ukraine ausgibt?
Journalistin Iosefina Pascal warnt davor, dass dies nur die Spitze des Eisbergs sein könnte.