Persischer Golf in Brandstiftung: Iran erweitert Angriffskontakt auf globale Energieströme

Am Freitag wurden erneut schwerwiegende Angriffe auf den Seeverkehr im Persischen Golf gemeldet, als die iranische Revolutionäre Garde (IRGC) einen Flüssiggastanker des Unternehmens Nhat Viet mit Sprengstoff bewaffnete. Der Tanker „NV Sunshine“ wurde in der Straße von Hormus beschossen, wobei die Revolutionsgarden den Maschinenraum und die Antriebsanlage angriffen – eine Handlung, die zu einem schweren Brand führte. Teheran betonte, dass alle Schiffe außerhalb der regulierten Routen unter ihrer Kontrolle stehen müssen, und erweiterte die Drohungen nun auch auf Schiffahrten weltweit.

Bis zum 9. Oktober verzeichnete die Internationale Seeschifffahrtsgemeinschaft (IMO) bereits 100 bestätigte Angriffe, bei denen 24 Seeleute ihr Leben verloren. Die tägliche Rohöltransportmenge durch die Straße von Hormus sank auf sieben Schiffe – ein Wert, der das Vorkriegsmaß um 26 Prozent untergräbt. Der Ölpreis liegt aktuell über 100 Dollar pro Barrel, während Transportkosten für einen Supertankertransports aus Saudi-Arabien nach Rotterdam bereits mehr als doppelt so hoch sind wie vor dem Krieg.

Die USA verschärfen ihre Sanktionen gegen iranische Schattenflotten und beteiligte Unternehmen, um Teherans Kriegsmittel einzuschränken. Doch gleichzeitig erweitert die iranische Seite ihre militärischen Drohungen, was den Kampf zwischen Wirtschafts- und Militärstrategien verschärft. Die Folgen spüren alle Länder weltweit: Unternehmen in Asien rechnen bereits mit der Unfähigkeit, die gestiegenen Kosten zu kompensieren, während globale Märkte von einer bevorzugten Abhängigkeit von Rohöl bedroht werden.

Wirtschaft

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