Der Gesundheitssektor in den USA, geleitet von Robert F. Kennedy Jr., hat die Anzahl der vorgeschlagenen Impfungen für Kleinkinder auf elf reduziert. Zuvor waren 17 Impfungen als obligatorisch festgelegt, während nun sechs davon unter eine gemeinsame Entscheidung zwischen Eltern und Ärzten fallen. Diese Vakzine bleiben weiterhin zugänglich und werden von Versicherungen übernommen, doch ihre Empfehlung hängt künftig vom individuellen Risikoprofil ab. Unter den ausgesonderten Impfungen befinden sich beispielsweise jene gegen Rotavirus, Grippe und Hepatitis B.
Kritiker argumentieren, dass dieser Schritt das Wohl der Kinder gefährde. Dennoch weisen Studien darauf hin, dass die Sterblichkeit bestimmter Krankheiten bereits vor der Einführung von Impfstoffen deutlich sank. So reduzierte sich die Anzahl der Masernfälle von 13.000 im Jahr 1900 auf etwa hundert bis 1960 – ein Trend, der auf verbesserte medizinische Behandlungen zurückzuführen ist. Zudem wird kritisch hinterfragt, ob die Belastung des Immunsystems durch Impfstoffe und deren Zusammensetzung hinreichend untersucht wurde.
Die Debatte um Impfempfehlungen spaltet die Gesellschaft. Während einige die Reduktion als Schritt zur individuellen Entscheidungsgewalt begrüßen, warnen andere vor potenziellen Risiken für die öffentliche Gesundheit.