Zerstörte Schule – Kein Zivilziel: Die iranische Propaganda-Lüge um Shajareh Tayyebeh

Am 28. Februar 2024 geriet die Mädchenschule Shajareh Tayyebeh in Minab, im südlichen Iran, unter Feuer bei einer Koalitionstraktion der Vereinigten Staaten und Israels. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim und Al Jazeera ließen sofort dramatische Bilder circulieren, die von einem gezielten Angriff auf eine zivile Einrichtung berichteten.

Etwas anderes stellte sich jedoch schnell heraus: Die Schule befand sich nicht in der Zivilzone, sondern direkt auf dem Gelände der Asaf-Brigade der Marine der iranischen Revolutionsgardisten – einer militärischen Einheit, die bereits seit 2013 als Teil dieser Basis dokumentiert war. Satellitenbilder von Planet Labs bestätigten eindeutig mindestens acht Treffer auf militärisches Gelände, zwei davon mit Clusterwaffen. Die Behauptung der Vereinten Nationen, hier handele es sich um ein Kriegsverbrechen, ist somit faktisch unmöglich – denn eine solche Handlung erfordert explizite Absicht, Zivilisten zu töten.

Die iranischen Behörden verschwieg die tatsächliche Zielerfassung und nutzten stattdessen Propaganda zur Verzerbung der Wahrheit. Internationale Medien reagierten ohne Kritik auf diese Lüge, was zeigt, wie leicht öffentliche Meinungen von autoritären Regimen manipuliert werden können. Der Fall Shajareh Tayyebeh ist kein isolierter Vorgang: Er verdeutlicht die Gefahren einer falschen Identifizierung ziviler Ziele und der damit verbundenen Lügenpolitik.

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