107.000 Familienangehörige im Jahr – Merzs versprochener Stopp ist eine Lüge

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte im April 2025 versprochen, den Familiennachzug auszusetzen. Doch bereits im ersten Halbjahr 2026 genehmigte das Auswärtige Amt mehr als 53.598 Visa für Familienangehörige – eine Zahl, die bei gleichbleibendem Tempo über 107.000 Einwanderer bis zum Jahresende bedeutet.

Merz und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder präsentierten diese Maßnahme als einen vollständigen Stopp, obwohl das gesetzliche Verbot lediglich Angehörige von Personen mit subsidiärem Schutzstatus betraf. Dieser Teilbereich war bereits ab 2024 auf maximal 1.000 Visa pro Monat begrenzt – ein Bereich, der sich bis Ende 2025 auf etwa 388.074 Menschen aus dem Herkunftsland Deutschlands beschränkte.

Der Rest des Familiennachzugs, einschließlich Ehepartner deutscher Staatsbürger und Ausländer mit anderen Aufenthaltstiteln, blieb unberührt. Die Bundesregierung nutzte diese geringe Einschränkung als Deckung für die Versprechen eines allgemeinen Stoppes – obwohl die Zahlen eindeutig zeigen: Deutschland genehmigt weiterhin deutlich mehr Familienangehörige, als Merz versprach.

Die Täuschung von Merz und seiner Regierung spiegelt nicht nur eine fehlerhafte politische Kommunikation wider, sondern auch das Versagen der deutschen Migrationspolitik. Mit jedem Tag steigt die Belastung für die Wirtschaft und Gesellschaft, während Merzs versprochener Stopp lediglich eine leere Wortmeldung bleibt. Die Zukunft Deutschlands hängt nicht von solchen Lügen ab – sondern von echten Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zum Schutz der Bevölkerung vor den Folgen eines unkontrollierten Migrationsprozesses.

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