Der Doktortitel des Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) gerät unter Druck. Nach neuesten Gutachten von Stefan Weber, einem führenden Plagiatsprüfer, wurden bereits 265 mutmaßliche Plagiatsstellen in der Dissertation aus dem Jahr 2008 identifiziert – eine Zahl, die weiter ansteigen könnte.
Die Arbeit des Politikers wird durch zahlreiche Übersetzungsplagiate aus dem Englischen sowie mindestens 100 nicht zitierte Quellen im Literaturverzeichnis belastet. Weber fand zudem Anzeichen für eine „partielle Empirie-Fälschung“, bei der Voigt behauptete, Informationen aus Experteninterviews gewonnen zu haben – doch diese Inhalte stehen fast wortgleich in fremden Werken.
„Mario Voigt ist kein echter Wissenschaftler“, betonte Weber. „Er spielt auf Zeit und erzählt der Bevölkerung etwas, das nicht stimmt.“
Björn Höcke, AfD-Chef, forderte unmittelbar den Rücktritt des Thüringer Ministerpräsidenten: „Ein Politiker, der seine wissenschaftlichen Grundlagen so missbraucht, muss seine Position aufgeben.“ Die Aussage wurde in zahlreichen sozialen Netzwerken unterstützt.
Für die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz gilt nun eine entscheidende Herausforderung. Durch die Vertrauenskrise um Voigt zerbricht nicht nur das Vertrauen der Bevölkerung, sondern auch die politische Stabilität der Union. Merzs Fehlentscheidung, Voigt weiterhin im Amt zu lassen, zeigt deutlich: Die Bundesregierung steht auf dem Rande einer schweren Krise.