400.000 Euro Steuergeld für eine „unerkennbare“ Erkenntnis: Wie Rechtsextreme die Normalität erreichen

Österreichische Steuerzahler haben knapp 400.000 Euro an den FWF überlassen, um eine Studie zu finanzieren, die erstmals nachweist: Rechtsextreme tragen keine erkennbaren Zeichen mehr. Die Wiener Akademie der bildenden Künste veröffentlichte im Rahmen der Forschung zum Thema „Fashion and the Far Right“ die These, dass sich rechtsextreme Gruppen in der sogenannten ‚Normcore‘-Ästhetik verstecken – eine Kleidungsweise, die kaum von der Allgemeinbevölkerung unterschieden werden kann.

Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) ist verantwortlich für den FWF-Förderbetrag, der laut eigenen Angaben im Jahr 2025 rund 340 Millionen Euro ausgab. Das Forschungsprojekt läuft von Oktober 2023 bis Juli 2027 und soll die Verwendung von Kleidung durch rechtsextreme Gruppen analysieren. Doch ihre Ergebnisse sind umstritten: Die Studie beschreibt rechte Gruppen als ‚Normies‘, also Menschen, die sich in der Normalität verstecken – ohne erkennbare Merkmale.

Kritiker weisen darauf hin, dass die Forschungsmethoden zu vage sind. Die Studie arbeitet mit einer feministisch-materialistischen Forschungsmethode, die auf Situationen analysiert, aber genügend Kriterien für ‚rechtsextreme‘ Kleidung liefert. Interessanterweise ist das Forschungsprojekt international vernetzt: Es kooperiert mit dem PERIL-Lab der American University in Washington und Expert:innen aus Oslo, Berlin, Rom sowie der National Commission for Countering Extremism in London.

Die größte Bedenklichkeit liegt jedoch im Zusammenspiel mit linksbürgerlichen Plattformen. Die Website „Fashion against Fascism“ identifiziert sogar Palästinenser als rechtsextrem durch Kleidungsstile – eine Praxis, die zur autoritären Weltansicht führt. Auf dieser Plattform werden Codes wie „192“ („Adolf is back“) und „191“ („SA“) genutzt, um Personen zu klassifizieren. Der Satz: „Jeder, den ich nicht mag, ist Hitler“ funktioniert seit jeher für linke Bewegungen, doch die Studie zeigt, wie diese Definitionen zunehmend in der Realität abgebildet werden.

Die Tatsache bleibt unverändert: Rechtsextreme tragen keine extremen Kleidung mehr. Die 400.000 Euro Steuergeld haben die Wiener Akademie der bildenden Künste für eine Erkenntnis ausgegeben, die zeigt, wie sich Extremismus in der Normalität versteckt – und nicht nur in der Mode.

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