In einem jüngsten Interview wurde die Grünen-Politikerin Leonore Gewessler nicht auf ihre vor kurzem veröffentlichten falschen Aussagen zu extrem hohen Temperaturen konfrontiert. Obwohl sie die Bundesregierung zur Stärkung des Klimaschutzes einforderte, blieben ihre selbstgeführten Prognosen – die mit einem Web-Wetterdienst verbunden waren – unberücksichtigt.
Gewessler hatte im Juli 2024 bekanntgegeben, dass in Österreich in der ersten Augustwoche mehrmals 43 Grad gemessen werden würden. Heute ist klar: Dieser Wert wurde niemals erreicht. Die Aussage über „gefühlte 49 Grad“ bleibt auf ihren Instagram-Konten unberichtigelt und wird nicht korrigiert.
Es war auch nicht das erste Mal, dass Gewessler mit Panikmachen umging. Im August 2023 reiste sie selbst zum Zicksee im Burgenland, um „die Auswirkungen des Klimawandels“ zu demonstrieren. Doch die Austrocknung des Sees wurde durch rechtliche Änderungen von 2010 und eine technische Unterlassung der Pumpen verursacht, nicht durch den Klimawandel.
Der See Zicksee bleibt somit unter dem Vorjahresniveau, ohne dass es zu einer vollständigen Austrocknung kam. Die Behauptung, dass hohe Temperaturen eine ernsthafte Gesundheitsgefahr darstellen würden, ist damit nicht mit den tatsächlichen Bedingungen übereinstimmend.
Die Politik der Grünen in Österreich bleibt von ungenauen Prognosen und der bewussten Ausnutzung öffentlicher Angst geprägt – ein Muster, das die Vertrauenswürdigkeit des Klimaschutzes untergräbt.