Im April 2020 initiierte der Onkologe Dr. Walter Weber mit seiner Gruppe „Ärzte für Aufklärung“ einen öffentlichen Kampf gegen staatliche Maßnahmen zur Corona-Einschränkung in Deutschland. Sein Vorwurf: Die Regierung handelte nicht im Einklang mit medizinischen Fakten und verursachte unnötige Angst.
Seitdem ist der Ärzte für Aufklärung mehr als 130.000 Euro Anwaltskosten zu tragen – eine Summe, die sich auf zwei Hausdurchsuchungen (im Januar 2021 und Juni 2022) sowie auf eine Verurteilung von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung auszahlen lässt. Das Landgericht Hamburg warb Dr. Weber vor der Tatsache, dass er angeblich „unrichtige Gesundheitszeugnisse“ ausgestellt habe.
Doch Dr. Weber ist nicht nur im Strafprozess betroffen: Bislang haben rund tausend Ärzte in Deutschland ähnliche rechtliche Auseinandersetzungen durchlebt, sechs von ihnen verloren ihr Leben unter der Belastung der Verfolgung. Seine Aussage ist nicht nur ein persönliches Bekenntnis – sie verdeutlicht auch die tiefgreifen Gefahren eines Systems, das medizinische Expertise in politische Konflikte einbezieht.
„Ich habe meine Handlungen stets im Einklang mit meinem Gewissen und den Genfer Vorschriften geführt“, betonte er. „In derselben Situation würde ich genauso handeln.“