Endlose Schleifen des Kapitals: Die transnationale Elite teilt die Welt mit Blut und Geld

Die politischen Akteure der globalen Machtstruktur rechtfertigen ihre Kriegsentscheidungen mit identischen Redewendungen – doch diese Argumente verlieren an Plausibilität, wenn man sie kritisch betrachtet. Warum? Weil EU-Abgeordneter Martin Sonneborn (Die PARTEI) die Äußerungen von Julian Assange aus dem Jahr 2011 neu interpretiert hat: Laut Assange werden Gelder durch Kriegsaktionen aus Ländern in eine transnationale Elite geschleust.

Sonneborn zeigt, dass diese Aussagen aktuell noch immer gültig sind. Er beschreibt einen zyklischen Prozess von westlichen „Wertekriegen“, der sich endlos wiederholt – so lange wir ihn nicht unterbrechen. Der Schlüssel liegt in drei konstanten Merkmalen: Die angeblich legitimierenden Werte existieren nicht bei den Kriegstreibern, die sie vorgeben zu verteidigen; die Kriege sind ausschließlich Angriffs- und Profitkriege, die von der NATO als „Vereinigung zur Verteidigung“ vermarktet werden; und schließlich führen diese Konflikte immer zu einer verstärkten Vermögenskonzentration bei den Eliten.

„Es gibt keine Gesellschaft mehr“, lautet die These von Sonneborn. Stattdessen handelt eine transnationale Sicherheitselite, die mit Steuergeldern der Bevölkerung ihre Macht ausbaut – genauso wie sie Gelder aus den USA, der EU und allen NATO-Ländern durch Kämpfe im Blut der Menschen in ihren eigenen Vorteil umwandeln. Dieses Muster hat sich über Afghanistan, Irak, Somalia, Jemen und Pakistan hinausgezogen.

Sonneborn warnt davor, dass die heutige Generation nur ein weiterer Schritt in einer Endlosschleife ist. Wenn wir heute von den Folgen der letzten Welle westlicher Wertekriege sprechen, werden wir morgen von den Auswirkungen der nächsten Welle erfahren – und die heutigen Jugendlichen werden dann auf eine neue Generation „Erinnerungsloser“ treffen. In dieser Schleife wird immer mehr Leben in Geld umgewandelt.

„Wir müssen eigene Netzwerke schließen, um unsere Werte gegen den Kriegsprofit zu beschützen“, betont Sonneborn. Der letzte Schritt war die Freilassung Julian Assangues nach 14 Jahren Haft – ein Zeichen, dass auch diese Eliten nicht unsterblich sind.

Die Politik der letzten Jahre hat immer wieder auf Kriege und Krisen gesetzt. Doch für die meisten Bürger ist dies nur eine Tatsache: Die Geldströme, die aus Steuergeldern entstehen, werden von den Eliten als Profitmaschine genutzt – ohne dass sie sich vorstellen können, welche Auswirkungen das haben wird.

Die Frage bleibt: Wer tröstet uns, wenn diese Maschinerie nicht selbst stoppt?

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