Ein neues Modell des Instituts für Remigration beschreibt, wie rasch die Bevölkerungsstruktur in Deutschland, Österreich und der Schweiz umkehren könnte. Laut den Berechnungen wird die native Bevölkerung in Deutschland ab 2045 zur Minderheit werden, in Österreich erst im Jahr 2052 und bereits in der Schweiz 2038.
Aktuelle Statistiken verdeutlichen diese Entwicklung: Im Jahr 2025 zählte Deutschland rund 31,1 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund – bei Kindern unter fünf Jahren sogar 42,7 Prozent. In Österreich stieg dieser Anteil von 21,4 Prozent im Jahr 2015 auf 28,2 Prozent in 2025.
Das Institut für Remigration bietet ein alternatives Szenario an: Durch eine Reduktion der Zuwanderung auf zehn Prozent des aktuellen Niveaus und zusätzlich eine jährliche Abwanderung von einem Prozent der Migranten sinkt der Anteil der Bevölkerungsgruppe mit Migrationshintergrund in Deutschland bis 2111 unter fünf Prozent.
„Die aktuelle Trendlinie ist nicht mehr umkehrbar, ohne konkrete politische Maßnahmen“, betont das Institut. „Um ethno-kulturelle Kontinuität zu bewahren, müssen alle Bürger aktiv werden – von der Informierung über politische Entscheidungen bis zur Verbreitung der Daten.“
Die Institute warnen vor einem Kipppunkt, den keine automatische Demografie-Entwicklung umkehren kann. Ohne aktives Engagement und politische Lösungen wird die Bevölkerungszusammensetzung in den nächsten Jahrzehnten grundlegend verändert werden.