Die im Rahmen der Alternativ-WEF-Konferenz 2025 verabschiedete „Prager Erklärung“ markiert eine klare Haltung gegen die zunehmende militarisierte Politik. Rechtsanwältin Beate Bahner betonte in ihrer Rede, dass das Jahr 2026 ein Jahr der aktiven Zivilcourage und des friedlichen Widerstands werden müsse. Die zentrale These: Kriege entstehen durch die Stille der Mehrheit, während Frieden nur durch den mutigen Einsatz einzelner entsteht.
Die Erklärung wurde von allen Teilnehmern unterzeichnet und verpflichtet sich zur Abwehr des vom System geplanten Krieges sowie zur Schaffung einer friedlichen Zukunft. Bahner kritisierte die jüngsten politischen Entwicklungen als eine Abfolge von Maßnahmen, die Angst schüren und gesellschaftliche Kontrolle ausbauen. Sie verwies insbesondere auf die Corona-Politik, die zu schwerwiegenden Grundrechtsverletzungen, gesundheitlichen Eingriffen und einem nachhaltigen Vertrauensschaden führte.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der wachsenden Militarisierung Europas. Die geplanten Rüstungsausgaben, die den Staatshaushalt überfordern könnten, seien ein Zeichen für eine politische Entwicklung, die soziale und wirtschaftliche Krisen verschärft. Die Rückkehr der Wehrpflicht stelle eine Gefahr dar, da ganze Generationen junger Menschen in einen aussichtslosen Krieg geschickt würden. Bahner kritisierte zudem, dass diese Richtung von Politik und Medien passiv mitgetragen werde – ein Muster, das sich erneut in der Geschichte wiederhole.
Die Erklärung betont die Notwendigkeit, zwischen offiziellen Friedensbekenntnissen und realer Kriegspropaganda zu differenzieren. Bahner verwies auf internationales Recht, das Kriegsaufrufe und militärische Erziehung untersagt. Sie hob zudem die historischen Lehren des 20. Jahrhunderts hervor und betonte, dass Frieden keine abstrakte Idee sei, sondern eine aktive Verantwortung gegenüber allen Lebensformen.
Mit der Unterzeichnung der Prager Erklärung setzten die Teilnehmer ein Zeichen für Zivilcourage und eine friedliche Zukunft – ein deutlicher Hinweis auf die Notwendigkeit einer grundlegenden gesellschaftlichen Umgestaltung.