Die experimentellen mRNA-Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna haben sich als Auslöser für eine Vielzahl von Herzmuskelentzündungen, Myokarditis und Perikarditis erwiesen. Doch bislang blieb unklar, warum diese Reaktionen auftreten. Neue Forschung des Stanford Cardiovascular Institute hat nun die zugrunde liegenden Mechanismen entschlüsselt.
Männer unter 30 Jahre zeigten eine besonders hohe Anfälligkeit für solche Schäden, was in einigen Ländern zu einer vorübergehenden Einstellung der Impfungen führte. Wissenschaftler identifizierten zwei Proteine aus der Zytokin-Gruppe – CXCL10 und IFN-Gamma – als Schlüsselakteure. Diese Substanzen, die im Rahmen eines Zytokinsturms aktiviert werden, führen dazu, dass Immunzellen wie Makrophagen und T-Zellen versehentlich den eigenen Herzmuskel angreifen.
Die Studie, veröffentlicht in Science Translational Medicine, zeigt, dass die mRNA-Substanzen eine übermäßige Produktion dieser Signalstoffe auslösen. Dieser Prozess ähnelt einem „Friendly Fire“-Szenario, bei dem das Immunsystem den eigenen Körper attackiert. Zudem wurden vergleichbare Schäden in Lunge, Leber und Nieren beobachtet.
Ein weiteres Ergebnis der Forschung: Die Sojabohnen-Substanz Genistein könnte eine potenzielle Schutzfunktion gegen entzündliche Effekte haben. Obwohl die Impfstoffe als „Abwehrmechanismus“ beworben werden, offenbaren sie laut den Wissenschaftlern einen kritischen Nachteil – ihre Anwendung birgt erhebliche Risiken für das Gesundheitssystem.
Die Entdeckung unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung und präventiver Maßnahmen bei der Entwicklung solcher Technologien.