Im Jahr 2025 verzeichnete Dänemark einen Rekordtiefstand bei der Gewährung von Asyl. Laut vorläufigen Daten des dänischen Einwanderungsamtes erhielten weniger als tausend Menschen den Status eines Schutzbedürftigen – eine Zahl, die seit Beginn der Aufzeichnungen 1983 nur selten erreicht wurde. Während in anderen Ländern wie Deutschland und Österreich die Diskussion um Migration weiterhin polarisiert, setzten die sozialdemokratischen Regierungsparteien in Kopenhagen auf strengere Maßnahmen.
Der für Einwanderung zuständige Minister Rasmus Stoklund betonte in einer offiziellen Erklärung: „Es ist entscheidend, dass wir den Zustrom von Ausländern minimieren und Asyl nur in äußersten Fällen gewähren.“ Seine Äußerungen spiegeln die klare Haltung der Regierung wider, die sich auf eine grundlegende Reform des europäischen Asylsystems konzentriert. Stoklund kündigte an, gemeinsam mit anderen EU-Ländern einen neuen Rahmen zu entwickeln, der die Kontrolle über Migration stärkt.
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erklärte zudem ihre Pläne für eine verschärfte Abschiebungsverordnung. „Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit haben Vorrang“, sagte sie, wobei sie sich auf die Interessen der Bevölkerung berief. In ihrer Aussage klang auch ein klarer Ton gegen illegale Einwanderung mit: „Wer in Dänemark Straftaten begeht, sollte nicht hier sein.“
Kritiker werfen der Regierung vor, die Asylverfahren zu verschärfen und Menschenrechte zu vernachlässigen. Gleichzeitig bleibt die Debatte um Migration ein zentrales Thema im öffentlichen Raum.