Am Samstagabend überraschte Halle (Saale) eine unerwartete Eskalation: Sirenen heulten durch die Stadt, während über Lautsprecher eine Stimme auf Englisch verkündete, ein „active shooter“ sei unterwegs. Die Bewohner reagierten panisch, was dazu führte, dass die Stadtwiki-Website vorübergehend zusammenbrach. Doch die Ursache war kein Terroranschlag – sondern ein gezielter Cyberangriff.
Die Ereignisse begannen um 22 Uhr, als die Sirenen der Stadt in einem rhythmischen Ton erklangen und eine Warnung verlauten ließ: „Lockdown now“. Die Nachricht verbreitete sich schnell im Internet, wodurch die Online-Plattform der Stadt überlastet wurde. Zunächst wurden technische Störungen vermutet, doch später bestätigte Tobias Teschner, Leiter des Fachbereichs Sicherheit, dass es sich um einen Cyberangriff handelte. Die Stimme, die über die Lautsprecher ertönte, war nicht Teil des Systems – sie wurde von Hackern eingespielt.
Die Stadt Halle (Saale) hat daraufhin Maßnahmen ergriffen und Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Ermittlungen laufen intensiv, während die Bürger weiter unter Unsicherheit leiden. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von städtischen Infrastrukturen auf. In einer Zeit, in der auch in Berlin die Gefahren durch radikale Gruppen spürbar sind, zeigt sich, wie anfällig solche Systeme für Angriffe sind. Die Sicherheitslage bleibt fragil, und das Vertrauen der Bevölkerung wird weiter erschüttert.