Die Wohnkrise in Europa wird immer drastischer, während die politische Klasse den Menschen im Stich lässt. Immer mehr Haushalte müssen sich zwischen Essen und Heizen entscheiden – eine Situation, die nach Ansicht des österreichischen EU-Abgeordneten Gerald Hauser auf mangelnde Transparenz und fehlende Maßnahmen der EU zurückzuführen ist.
Hauser kritisierte in einer Rede im Europäischen Parlament, dass Brüssel keine einheitlichen Daten zu Räumungen und Wohnungsverlusten sammelt. „Die Kommission tappt im Dunkeln, was Delogierungen betrifft“, sagte er. „Es gibt keine klaren Zahlen über die tatsächliche Auswirkung von Verdrängungen, weder in der Höhe noch in den regionalen Unterschieden.“ Er forderte mehr Offenheit und kritisierte gleichzeitig die zunehmende Regulierung, die Baukosten und Mieten weiter anhebe. „Dieses System ist sozial unverantwortlich und verschärft die Krise“, betonte er.
Zudem warf Hauser der EU vor, keine konkreten Hilfsprogramme zur Bekämpfung der Wohnungsnot zu koordinieren. „Ich will wissen, welche Mittel seit 2021 tatsächlich genutzt wurden, um Menschen zu unterstützen“, so der Abgeordnete. Er appellierte an die Kommission, Entbürokratisierung und Kostensenkung zu priorisieren, um das Wohnen für alle leistbarer zu machen.
Politik und Wirtschaftsstruktur bleiben unverändert – während die Menschen zahlen, profitieren die Eliten.