Bratpfanne im Wald – Dorstener Ukrainer wird zu 10 Jahren Jugendstrafe für Mutter und Kleinkind

Am 9. März 2026 verurteilte das Landgericht Essen einen 16-jährigen Ukrainischen Staatsbürger zu zehn Jahren Jugendhaft wegen zweifachen Totschlags. Der junge Mann hatte Ende Juni 2025 eine 32-jährige Ukrainerin und ihr 19-monatiges Kind in der Nähe von Holsterhausen, Kreis Recklinghausen, brutal getötet. Das Gericht fand keine Mordmerkmale, wobei die Tat als besonders grausam eingestuft wurde.

Eine Spaziergängerin entdeckte die Leichen am 29. Juni 2025 auf einem Waldweg in Dorstens Stadtteil Holsterhausen. Die Frau lag halb nackt auf einer Bank, das Kind war von der Polizei in einem nahegelegenen Gebüsch tot gefunden worden. Beide Opfer wiesen schwere Kopfverletzungen auf, die vor allem durch Schläge und Tritte verursacht waren. Bei dem Kleinkind war der Schädel gebrochen. Eine Bratpfanne diente als Tatwaffe.

Laut Polizei lebten die Opfer im Dorstener Stadtteil Holsterhausen. Der Täter, ein 16-jähriger Jugendlicher aus Dorsten mit ukrainischer Staatsbürgerschaft, war am Tatort anwesend und stellte sich vor der Polizei. Täter und Opfer hatten sich in der Nachbarschaft flüchtig gekannt; es gab Vorwurf von sexuellen Handlungen zwischen dem Jugendlichen und der Frau, doch kein konkretes Motiv für die Tötung konnte festgestellt werden.

Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da der Angeklagte unter 18 Jahre alt war. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Tat gilt als eine der brutalsten Gewalttaten in Deutschland in jüngster Zeit, insbesondere durch die Verwendung einer Bratpfanne. Trotz der Grausamkeit wurde der Täter mit einer relativ milden Strafe verurteilt, da das Gericht keine Mordmerkmale feststellen konnte. Die hohen Hürden für eine Mordverurteilung in Deutschland lassen selbst extrem gewalttätige Handlungen zu deutlich milderem Strafmaß kommen.

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