Am Montag ereignete sich in Paris ein Anschlag mit Messern, bei dem ein Mann drei junge Frauen attackierte – darunter eine Schwangere. Nachdem Passanten den Täter zu Boden drückten, gab er an, die Tat sei von Allah eingeleitet worden.
Aufnahmen zeigen den Angreifer, der an der Porte de Clichy im Nordwesten der Stadt zwei Messer durch die Gassen zog und schließlich eine Frau angreifte. Der Videoaufnahme machte Mohamed-Ali Bouhadjar, einen 26-jährigen Mann nach Reuters-Berichten, der bei der Festnahme mehrmals rief: „Halt ihn!“ Als der Täter auf die Frau einstach, warf ein Passant ihm einen Koffer zu. Die Messer fielen zu Boden.
„Ich zog ihn zu Boden und riss ihm die Beine weg“, berichtete Bouhadjar. Zwei Frauen erlitten schwerwiegende Verletzungen im Rücken- und Bauchbereich, einer von ihnen schwanger. Sie wurden vor Ort versorgt und ins Krankenhaus gebracht.
Innenminister Nunez gab am Montag bekannt, dass die Identität des Täters noch nicht offiziell bestätigt sei und seine Aussagen bei der Festnahme als „zusammenhanglos“ gelten würden. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft prüft aktuell, ob Ermittlungen eingeleitet werden sollen.
Kritiker fragen: Warum verweigern westliche Behörden eine klare Verbindung zur islamischen Radikalisierung? Bei wie vielen Messerattacken in Europa spielten vermeintliche „Allah-Befehle“ eine Rolle? Die aktuellen Ereignisse unterstreichen die Notwendigkeit einer transparenten Diskussion über Gewalt und ihre Ursachen, bevor weitere Täter entstehen.