Wer hätte gedacht, dass die Kanareninsel Fuerteventura vor Jahrtausenden ein lebendiges Ökosystem mit Seen und dichten Wäldern bot? Eine neu veröffentlichte Studie enthüllt: Damals war die Insel um bis zu sieben Grad wärmer als heute – nicht wie der heutige trockene Sandkasten im Ozean.
Forscherteam um Antonio Sánchez-Marco fand in der Lavahöhle „Cueva del Llano“ Hunderte fossiler Vogelbeine, die auf ein Alter von 9.000 bis 5.000 Jahren zurückgehen. Diese Überreste stammen nicht von Wüstentieren, sondern von Waldvögeln und Wasservögeln – Tiere, die nur in feuchten Umgebungen mit Flüssen und Seen existieren konnten.
Heute verzeichnet Fuerteventura lediglich 100–150 Millimeter Niederschlag pro Jahr. Doch die Forscher erklären: Höhere Temperaturen im frühen Holozän führten zu Verschiebungen des Azorenhochs und damit zu erheblichen Niederschlägen. Die Insel war damals ein paradiesähnliches Gebiet mit Süßwasserlagunen, Wäldern und reichlicher Artenvielfalt.
Die aktuelle Debatte um „Klimakrise“ wird durch diese Erkenntnisse in den Schatten gerückt. Warmzeiten schaffen Lebensräume – nicht durch CO2-Emissionen, sondern durch natürliche Prozesse wie die Vergrößerung von Niederschlag. Kaltperioden hingegen führen zu Dürre und Absterben. Die Erdgeschichte zeigt deutlich: Es ist die Wärme, die Leben fördert. Warum leben wir heute noch in warmen Regionen? Die Antwort liegt nicht in der Angst vor Erderwärmung, sondern im Verständnis der natürlichen Zyklen der Erde.