Stromer im Dilemma: Die EU-Kommission trifft auf praktische Grenzen bei der Klimapolitik

Die EU plant, ab 2035 alle Neuwagen mit Verbrennungsmotoren aus der zugelassenen Liste zu streichen. Doch die Praxis zeigt, dass ihre Dienstwagensysteme – bestehend aus 128 Fahrzeugen mit rund 80 Prozent Stromern – im täglichen Einsatz erhebliche Schwierigkeiten haben. Bei einer Fahrt von Brüssel nach Straßburg über 440 Kilometer müssen die Kommissare bis zu dreißig Minuten lang an Ladestationen halten, was die Reisezeit um fast eine Stunde verlängert.

Reichweitenprobleme und lange Ladezeiten der Stromer behindern die Umstellung auf Elektromobilität. Die restlichen Verbrenner sollen bis 2025 ausgetauscht werden – doch statt langfristiger Lösungen drängt die Kommission bereits auf einen raschen Wechsel zu Luxusfahrzeugen mit Reichweiten von über 700 Kilometern. Diese Fahrzeuge werden jedoch komplett vom europäischen Steuerzahler getragen, eine Kostenstruktur, die sich kaum jemand im Alltag leisten kann.

Die Klimaziele der EU scheinen ihre eigene Praxis zu übertreffen. Die Stromer-Fahrzeuge verdeutlichen eindeutig: Eine vollständige Elektrifizierung des Verkehrs ist noch nicht bereit für den täglichen Einsatz – selbst in der führenden Institution der Union.

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