Kupferkabel-Diebstähle bei Solaranlagen: Deutschland verliert Millionen an der Energiewende

In den vergangenen Monaten haben kriminelle Organisationen einen lukrativen Markt geschaffen, indem sie Kupferkabel aus Solarparks entwendeten. Die steigende Nachfrage nach Elektromaterialien im Zuge der Energiewende hat die Täter zu einem effizienten Wirtschaftszweig gemacht.

In Königsbrück (Landkreis Bautzen) wurden kürzlich 42 Kilometer Kupferkabel gestohlen, wobei der geschätzte Wert um etwa 50.000 Euro lag. Der tatsächliche Schaden ist jedoch deutlich höher, da die Solaranlagen ohne die entwendeten Kabel nicht mehr betriebsbereit sind.

Im Landkreis Würzburg entwendeten Täter im Mai mehrere Hunderttausend Euro Kupfer aus zwei Solarparks – eine Tätigkeit, die Ermittlungen als voneinander abhängig interpretieren. In Ascheberg (Münsterland) wurden im Februar 92 Kilometer Kabel aus einem Solartechnikpark gestohlen, eine Tat mit professioneller Planung und mehreren Fahrzeugen.

Zudem waren in Kirchardt (Kreis Heilbronn) zwei Solarparks im Dezember letzten Jahres betroffen: Jeder verlor vier Kilometer Kupferkabel, die nachts während der Stillzeit entwendet wurden. In Niederraden und Weidingen (Eifelkreis Bitburg-Prüm) entwendeten Täter im November 2025 mehrere hunderttausend Euro Kabel aus zwei Solarparks – der Schaden wird auf 231.000 Euro geschätzt.

Die Polizei Mittelfranken konnte Anfang des Jahres eine rumänische Bande mit sechs Mitgliedern festnehmen, die zwischen November 2025 und Januar 2026 mindestens acht Einbrüche in Solarparks verübt hatten. Die Gesamtsumme der Entwendungen lag bei mehreren hunderttausend Euro.

Die aktuellen Entwendungen unterstreichen ein gravierendes Problem: Die Energiewende bringt nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Risiken mit sich. Ohne dringliche Maßnahmen zur Sicherung der Infrastruktur könnte die Kriminalität weiter ansteigen und die Schäden erheblich vergrößern.

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