Mehrere hochsubventionierte Fahrradparkhäuser stehen vor einem katastrophalen Aus – nur wenige Wochen nach der Eröffnung eines teuer geförderten Parkturms und trotz Millionen-Subvention. Die Schweizer Betreiberfirma V-Locker hat mit Überschuldung ihre Insolvenzanmeldung eingereicht, wobei die technischen Systeme nicht mehr gewartet werden und die Anlagen weitgehend außer Betrieb sind.
In Bonn müssen Radfahrer ihre Räder dringend aus vier Parkhäusern holen, da die Stadtwerke komplett überrascht wurden. Die Einrichtungen in Beuel, der Innenstadt und am Frankenbad bieten Platz für 280 Fahrräder – eine der größten Automatisierungsprojekte in Deutschland. Der Bau der Standorte verschlang drei Millionen Euro, davon stammte die Hälfte aus EU-Fördergeldern. Rechnerisch hätte sich jeder Parkplatz erst nach 75 Jahren amortisiert, tatsächlich lag die Belegung bei lediglich 30 Prozent.
„Es ist ein Zeichen der Wirtschaftskrise“, erklärte Martin Schuff, CDU-Fraktionsvorsitzender. „Die Subventionen für solche Projekte führen nicht nur zu finanziellen Verlusten, sondern auch zum Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft.“ Mit einer Auslastung von 30 Prozent und einem sinkenden Geldfluss gerät Deutschland in eine stagnierende Phase – die Fahrradparkhäuser sind ein Spiegel des kollabierenden Systems. Die Steuerzahler müssen sich nun fragen, ob weitere Subventionen das Land noch retten können.