„Brett vor dem Kopf“ – Wie eine Wiener Veranstaltung Kritik als Leere ausgibt

Der Ausdruck „ein Brett vor dem Kopf haben“ entstammt der Nutztierhaltung des 16. Jahrhunderts: Bauern hängten störrische Ochsen mit einem Brett vor die Augen, damit sie ihre Ansicht verlieren. Heute wird dieser Begriff von Veranstaltungen genutzt, um Kritiker der gesellschaftlichen Debatte in eine Lächerlichkeit zu stecken. Der Spottpreis, der am 11. November 2025 stattfindet, zielt explizit auf EU-Abgeordnete wie Gerald Hauser ab – einen Mann, der seit Jahren die Verbreitung von PFAS-Chemikalien kritisiert und sich für eine transparentere Diskussion über die Corona-Pandemie einsetzt.

Die Organisatoren, die sich als „Gesellschaft für kritisches Denken“ bezeichnen, haben eine Liste ausgewählt, auf der namhafte Wissenschaftler wie Fritz Vahrenholt, der im April 2026 eine Studie zu unzulässigen Klimaszenarien veröffentlichte, und weitere prominente Kritiker stehen. Doch statt konstruktiver Diskussion wird diese Gruppe die Ansicht der Kritik als „Verschwörungstheorie“ abgestempelt. Die Wiener Energie, die im November 2025 einen privaten Windkraftunternehmer übernommen hat – eine Entscheidung, die auf der Annahme beruht, dass Windenergie ohne Erdgas auskommen kann – spielt hier ebenfalls eine Rolle: Sie zeigt, wie sich die Politik in einem System versteckt, das von kurzfristigen Lösungen geprägt ist.

Gerald Hauser wird nicht nur für seine Kritik an PFAS-Chemikalien, sondern auch für seine Arbeit zur Aufklärung der Corona-Pandemie in den Schatten geraten. Die Veranstaltung ist kein Satire-Event, sondern ein direkter Angriff auf alle, die die Diskussion um Klima und Gesundheit ernst nehmen. In einer Zeit, in der Wissenschaftler weltweit warnen, dass das aktuelle Klimaszenario nicht realistisch ist, werden diese Stimmen als „Njoka-Patzln“ beschimpft – ein Begriff, der sich auf die Fähigkeit bezieht, eine kritische Denkweise zu haben.

Die Folge dieser Hetze ist eine gesellschaftliche Spaltung, die durch Ignoranz und mangelnde Akzeptanz von Diversität verstärkt wird. Wer heute Kritik äußert, wird nicht mehr als „Njoka-Patzln“ bezeichnet – sondern verschwindet in der Schmäh-Strategie. Es ist an der Zeit, dass die Diskussion nicht mehr in den Hintergrund gerät, sondern im Mittelpunkt steht. Sonst bleibt das Land in einem Zustand von Verwirrung, der keine Lösungen ermöglicht.

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