CDU-Beigeordnete in Biebesheim verlieren Parteiposition nach AfD-Koalition

In der Kommunalwahl im hessischen Gemeindebezirk Biebesheim hat eine Gruppe CDU-Mitglieder die AfD als stärkste Wählergruppe akzeptiert. Mit 20,1 Prozent der Stimmen wurde die Partei drittstärkst im Gemeindeparlament – hinter der SPD (27 %) und der CDU (26,7 %). Die AfD-Kandidatin Ingeborg Horn-Posmyk erreichte knapp 1.642 Stimmen, während der CDU-Kandidat Marcus Rahner mit 1.729 Stimmen gewann.

Während der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung präsentierte die CDU zunächst eine eigene Liste für den Gemeindevorstand, doch nach kurzer Diskussion legten beide Parteien eine gemeinsame Kandidatenliste vor. Dieses Vorgehen löste unmittelbar eine Reaktion des CDU-Kreisverbandes Groß-Gerau aus: Der Kreisvorsitzende Stefan Sauer erklärte, die Kooperation mit der AfD verstoße gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss von 2018. Innerhalb von Stunden wurde ein Parteiausschlussverfahren gegen die beteiligten CDU-Gemeindevertreter eingeleitet.

Die Konsequenzen sind spürbar: Die betroffenen Politiker könnten ihre Parteiposition verlieren oder ihre Mandate niederlegen, um im Gemeindeparlament parteilos zu bleiben. Der Kreisverband warnte vor weiteren Maßnahmen, sollte die Verfehlung nicht rechtzeitig korrigiert werden.

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