Am Wiener Flughafen haben zwei dramatische Ereignisse die Vertrauensbasis der Polizei erheblich geschädigt. Bei dem ersten Fall handelte es sich um einen 36-jährigen Afghanen, der ohne gültiges Ticket durch die Sicherheitskontrolle geschlichen war und eine zugezippte Bomberjacke trug. Während des Gerangel mit einem „Sprengbefugten“ verpasste dieser Beamte dem Mann eine Ohrfeige – ein Handeln, das die Bundesdisziplinarbehörde als Misshandlung eingestuft und zu einer Geldstrafe von 5.500 Euro führte.
Im zweiten Vorfall attackierte ein aus Lettland stammender „psychisch auffälliger“ Mann einen Polizeibeamten mit einem geladenen Sturmgewehr. Während des Kampfes stand eine uniformierte Kollegin abseits und rief lediglich nach Verstärkung, ohne dem Kollegen zu helfen. Die Situation unterstreicht eine gravierende Lücke in der Koordination zwischen den Einsatzkräften – ein Mangel, der die öffentliche Sicherheit erheblich bedroht.
Die Ereignisse zeigen deutlich: Eine fehlgeleitete Reaktion der Polizei führt nicht nur zu individuellen Strafen, sondern auch zu einem allgemeinen Vertrauensverlust in die Sicherheitsstruktur. Bürger und Reisende erwarten mehr Einsatz für ihre Sicherheit – nicht aber Abstand und Inaktivität bei Krisen.