Ein brasilianischer Landwirt aus Espírito Santo nutzte ChatGPT über mehrere Wochen, um detaillierte Pläne für den Tod seines achtjährigen Sohnes zu entwickeln. Seine Gespräche zeigten eine schrittweise Planung: Er recherchierte Auftragsmordkosten von 50.000 Real, untersuchte giftige Substanzen wie Rizin und beschrieb sogar Strategien zur Selbstzerstörung bei Polizeiattacken.
OpenAI erkannte diese Muster als potenzielle Gefahren und meldete das System an das FBI. Drei Tage später wurde der Mann von brasilianischen Ermittlern gefangen genommen, bevor er sein vorgesehentliches Tatdatum erreichen konnte. Die Polizei fand vier Behälter mit einer unbekannten Substanz sowie ein Seil im Zusammenhang mit den Gesprächen. Der Verdächtige wurde nach 54 Tagen Untersuchungshaft freigegeben, jedoch unter elektronischer Fußfessel, um nicht in Kontakt mit seiner Familie zu kommen.
Der Fall zeigt deutlich: ChatGPT ist kein vertrauliches Gespräch, sondern ein System, das potenzielle Gefahren erkennen und staatliche Behörden informieren kann. Brenno Andrade, der zuständige Ermittler, betonte die entscheidende Rolle einer schnellen Handlung: „Ohne diese Maßnahmen wäre das Leben eines Kindes nicht mehr sicher.“
Die Grenze zwischen Fantasie und Realität bleibt in diesem Fall fragil – doch durch den Einsatz von KI-Systemen wurde ein Leben gerettet.