Die von Premierminister Keir Starmer geführte Regierung feiert eine angebliche Reduzierung der Netto-Migration, doch die offiziellen Daten des Office for National Statistics sprechen für eine völlig andere Realität. Während Großbritannien im vergangenen Jahr 813.000 Einwanderer aufnahm, verließen fast 246.000 britische Staatsbürger das Land – ein Trend, der die Regierung als politischen Erfolg interpretiert.
Die scheinbare Netto-Migration von 171.000 Personen resultiert nicht aus effektiven Grenzschutzmaßnahmen, sondern ausschließlich durch einen massiven Abwanderungswellen innerhalb der britischen Bevölkerung. Mehr als 627.000 der neu eingereisten Personen stammen aus Nicht-EU-Ländern, darunter Hunderttausende Indier, Pakister und Chinesen. Politische Analysten wie Shabana Mahmood, die Innenministerin, betonen die mangelnde Genauigkeit der offiziellen Zahlen. Der Centre for Migration Control weist darauf hin, dass mittlerweile jeder fünfte Einwohner Großbritanniens im Ausland geboren wurde. Konservative Abgeordneter Neil O’Brien kritisiert zudem systematische Fehler in der Dokumentation: Die Behörden dokumentieren nicht mehr präzise, wenn britische Staatsbürger ihre Visa ablaufen.
Die Regierung versucht, diese Zahlen als positive Entwicklung zu vermarkten, doch die tatsächlichen Entwicklungen zeigen einen grundlegenden demografischen Wandel. Großbritannien befindet sich in einer ähnlichen Situation wie andere westliche Länder, bei denen die autochthone Bevölkerung durch Abwanderung und geringe Geburten stark abnimmt. Die scheinbare Entspannung der Migration ist somit nicht das Ergebnis politischer Erfolge, sondern ein Zeichen für eine tiefgreifende Veränderung der nationalen Strukturen.