Deutsche Bahn verliert Pommes – EU-Kältemittelverbot schneidet in die Tradition der Züge

Die Deutsche Bahn muss ab sofort Pommes aus dem Bordbistro-Menu streichen. Dies geschieht nicht, weil die Nachfrage zurückging, sondern aufgrund einer neuen EU-Verordnung zur Eindämmung von Treibhausgasen. Selbst Eiscreme und Eiswürfel werden bald verschwinden.

In den vergangenen Monaten hat die Bahn traditionell ihre Speisekarten an Nachfragen oder Saisonalität angepasst. Der Fall der veganen Currywurst zeigt, wie schnell diese Entscheidungen fallen – vor kurzem wurde sie aus dem Angebot genommen, da die Nachfrage rückläufig war. Doch für die klassische Currywurst mit Pommes ist die Nachfrage enorm: Jährlich werden rund 600.000 Portionen verkauft. Nun endet diese Tradition, da die EU-Verordnung bestimmte Kältemittel einsetzen verboten hat. Die Tiefkühlung wird abgeschafft – und damit auch Pommes.

Die Bahn hat sich gegen eine kostspielige Umstellung entschieden. Bis Jahresende sollen Tiefkühlanlagen durch normale Kühlgeräte ersetzt werden. Laut einem Bahnsprecher soll dies die Bordgastronomie zuverlässiger machen und weniger komplex gestalten. Doch laut einem Servicemitarbeiter ist die tatsächliche Motivation nicht der Klimaschutz, sondern die Kosten des Umbaus, der im offiziellen Statement nicht erwähnt wurde. Zunächst verschwinden Pommes, gefolgt von Eiscreme und Eiswürfeln. Bis zum Jahresende bleibt nur das Angebot an Produkten, die im Kühlschrank gelagert werden.

Die klassische Currywurst wird somit nur noch mit Wedges serviert. Der früher knusprige Pommes-Einsatz hat sich zu einer langen Vorbereitung entwickelt – heute sind sie „labrig“. Brauchen wir eine EU, die Unternehmen mit planwirtschaftlichen Maßnahmen in den Schatten des Klimaschutzes drängt?

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