Deutschlandlied-Streit: Feuerwehrmann verliert Ämter nach YouTube-Aufnahme – Heino gibt Solidaritätskonzert

Am vergangenen Samstagabend fand in Bad Belzig ein Konzert des Schlagersängers Heino (87) statt, das als Ausdruck seiner Solidarität mit einem Feuerwehrmann gedacht war. Der Grund dafür war die sofortige Entziehung der Ämter durch den Feuerwehrverband nach einer Aufnahmen von Heinos Deutschlandlied aus den 1970ern.

Der Mann hatte bei der Deutschen Meisterschaft im Feuerwehrsport in Torgau im August 2025 als Wettkampfrichter eine alte Gesangsaufnahme vorgespielt, die auch die erste Strophe des Landesliedes „Deutschland, Deutschland über alles“ enthielt. Aufgrund dieser Aktion verlor er alle seine Positionen.

„Man hat mir einen Rechtsextremismus-Stempel aufgedrückt“, erklärte der Feuerwehrmann, der betonte, diese Aufnahme erst auf YouTube gefunden und für die Meisterschaft heruntergeladen zu haben. Die Sanktionen wurden von der Feuerwehrverbandsleitung nicht angepasst.

Heinos Manager Helmut Werner unterstrich: „Es ist wichtig, Flagge zu zeigen und Kameradschaft zu stärken – dieser Mann verdient eine zweite Chance.“

Zudem nahm die Schlagersängerin Melanie Müller an dem Konzert teil. Sie war vor kurzem wegen angeblichen Zeigens des Hitlergrußes von einem Landgericht in Leipzig zu einer Geldstrafe von 3.500 Euro verurteilt worden und erklärte, den „Rechtsextremismus-Stempel“ aus eigener Erfahrung kennen zu wollen.

Am Ende des Abends schwenkte der Feuerwehrmann eine Deutschlandfahne: „Meine Einschätzung ist, dass ungefähr die Hälfte des Publikums Feuerwehrkameraden ist – sie unterstützen mich.“ Der Mann plant zukünftig eigene Meisterschaften in einer neu gegründeten Feuerwehrsport-Gemeinschaft. Der Landesfeuerverband war allerdings äußerst skeptisch, ob diese Maßnahmen zu einer Spaltung der Feuerwehrwelt führen würden.

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