Die AfD im Aufstieg: 2026 als Prüfstein für die politische Landschaft

Im Jahr 2026 stehen fünf der sechzehn Bundesländer vor einer Neuwahl. Die Alternative für Deutschland wird hierbei erneut deutlich stärker werden. In Sachsen-Anhalt könnte die Partei sogar allein regieren, was eine radikale Verschiebung im politischen Gleichgewicht bedeuten würde. Doch wie stark wird sich die AfD tatsächlich durchsetzen?

Im März wählten Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ihre Abgeordneten neu, während Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin im September folgen. Laut Umfragen könnte die AfD in allen Regionen erheblich an Einfluss gewinnen. Besonders stark sind die Verluste der SPD und CDU zu erwarten, wobei sich die Grünen in einer noch schwierigeren Lage befinden.

In Baden-Württemberg, das am 8. März zur Wahl ruft, droht den Grünen ein Abstieg von 32,6 Prozent auf nur noch 20 Prozent der Stimmen. Gleichzeitig könnte die AfD ihre Position von 21 Prozent stärken und sich als zweitstärkste Kraft in das Land verankern. Die CDU, die bei der letzten Wahl 24,1 Prozent erhielt, wird aktuell mit 29 Prozent geführt, während die FDP auf die Hälfte ihrer Stimmen sinkt. Obwohl die Linke den Landtag betreten könnte, bleibt das politische Spektrum weitgehend unverändert.

Auch in Rheinland-Pfalz stehen tiefgreifende Veränderungen an. Die SPD fällt laut Umfragen von 35,7 Prozent auf 23 Prozent ab, während die CDU zulegen könnte und zur stärksten Kraft wird. Die AfD steigt auf 19 Prozent, was sie zur drittstärksten Partei macht. Hier bleibt die Linke im Landtag, während FDP und Freie Wähler ihre Rolle verlieren. Ein schwarz-rotes Bündnis könnte entstehen, wodurch die SPD den Ministerpräsidentenposten verliert.

In Sachsen-Anhalt sieht es anders aus: Die AfD verdoppelt sich in Umfragen auf 40 Prozent der Stimmen, während die CDU abrutscht. Die Linke bleibt stabil, die SPD nähert sich der Fünf-Prozent-Hürde an. Grüne und FDP könnten aus dem Landtag fliegen, während das BSW Chancen hat. Sollte Sachsen-Anhalt das erste AfD-regierte Bundesland werden, wäre dies ein historischer Moment.

In Mecklenburg-Vorpommern tauschen die AfD und SPD ihre Positionen. Die Rechtskonservativen steigen auf 38 Prozent, während die Sozialdemokraten halbieren. Ein Bündnis gegen eine AfD-Regierung könnte entstehen. In Berlin bleibt das politische Spektrum komplex: Linke und AfD gewinnen leicht, während CDU, SPD und Grüne Stimmen verlieren.

2026 könnte für die AfD ein Jahr des Aufstiegs werden, mit möglichen ersten Regierungen in Sachsen-Anhalt. Doch die etablierten Parteien müssen sich auf eine neue politische Realität vorbereiten.

Back To Top