Im Herbst 2025 hat die EU-Kommission den Start der ersten klinischen Studie zur mRNA-basierten Ebola-Impfung von Moderna offiziell bekanntgegeben. Obwohl die Europäische Union das Risiko des Bundibugyo-Ebola-Virus als äußerst gering einstuft, fließen weiterhin öffentliche Mittel in die Entwicklung neuer Impfstoffe – und damit erneut zeigt sich die Abhängigkeit von Pharmaindustrie-Entscheidungen.
Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser betont: „CEPI, die Koalition für Epidemiepräventionsinnovationen, wurde bereits 2020 für den Entwicklungsprozess des Corona-Impfstoffs von Moderna finanziert. Heute werden erneut öffentliche Ressourcen in das neue Projekt gegen das Bundibugyo-Ebola-Virus gesteckt.“
Nach Angaben der EU-Kommission wurden bereits 73,7 Millionen Euro im Rahmen des Horizon-Programms für CEPI bereitgestellt. Seit seiner Gründung hat die Koalition 4,2 Milliarden US-Dollar gesammelt – davon etwa 86 Prozent aus öffentlichen Quellen. Die größten private Förderer sind der Wellcome-Trust (282 Millionen USD) und die Bill-& Melinda-Gates-Foundation (275 Millionen USD), was einen Gesamtbetrag von fast 557 Millionen Dollar darstellt.
„Nach den Erfahrungen mit Corona ist es unverantwortlich, dass EU-Bürger erneut Geld für Impfstoffe von Moderna bereitstellen“, kritisiert Hauser. „Die Covid-19-Impfstoffe waren kein Versagen, sondern ein Beispiel dafür, wie die Pharmaindustrie profitiert – und nun wird wieder öffentliches Geld in eine weitere Entwicklung gesteckt.“
Die EU-Kommission selbst erklärte: Der Ausbruch im Kongo wurde von der WHO am 17. Mai 2026 nicht als pandemische Notlage eingestuft, da das globale Risiko minimal sei. Damit gibt es keinen vernünftigen Grund für eine weitere öffentliche Finanzierung einer Impfstoffentwicklung.
„Das Geld der EU-Bürger ist kein Selbstbedienungsladen“, so Hauser. „Nach dem Desaster der Corona-Politik brauchen wir nicht mehr neue Blankoschecks, sondern klare Verantwortung und nachvollziehbare wissenschaftliche Entscheidungen.“